Wer am 14.5.17 nicht per Briefwahl oder zur Wahl geht, hat demnächst kein Recht, sich über die Landesregierung zu beschweren. (Loben sei aber sicher erlaubt ?) Wer nicht wählt, gibt den Rechts- oder Linksradikalen SEINE Stimme, dann deren Anhänger gehen garantiert wählen.

Grundsatzthema Landtagswahlen in Deutschland und unten für NRWIn der Bundesrepublik Deutschland wählt jedes Bundesland in einer Wahlperiode von vier oder fünf Jahren seinen Landtag, beziehungsweise seine Bürgerschaft (Hamburg, Bremen) oder sein Abgeordnetenhaus (Berlin).
Das Bundesland Nordrhein-Westfalen hat eine Wahlperiode von fünf Jahren festgelegt. Obwohl die Grundprinzipien bei jeder Landtagswahl gleich sind, wie Verhältniswahlrecht und das Einhalten einer Fünf-Prozent-Hürde, unterscheiden sich die Wahlen im Einzelnen.
Dies liegt an den unterschiedlichen Landesverfassungen, den Landeswahl-Gesetzen und den Landeswahlverordnungen.
Beispielsweise haben einige Länder eine einfache Verhältniswahl, in der sie nur eine Stimme abgeben.
NRW folgt dem Prinzip der personalisierten Verhältniswahl - wie die meisten Bundesländer der Bundesrepublik Deutschland.
Das heißt, die Wähler entscheiden mit ihrer Erststimme über einen Wahlkreis-Kandidaten und erst mit der Zweitstimme über eine Partei (Parteiliste).
Von Bundesland zu Bundesland unterscheidet sich aber die Gewichtung von Direktmandanten und Listenmandanten oder die Fünf-Prozent-Klausel. Einige Bundesländer werten die Fünf-Prozent-Hürde für Stadtgebiete getrennt, wie beispielsweise Bremen. Dort wird die Fünf-Prozent Klausel für die Stadtgebiete Bremen und Bremerhaven getrennt gewertet. Auch die Verteilung der Sitze im Parlament unterscheidet sich durch die verschiedenen Landesverfassungen.
Die Bundesländer Baden-Württemberg, Bremen, Hamburg, Rheinland-Pfalz, Schleswig-Holstein, sowie Nordrhein-Westfalen verwenden für die Sitzverteilung das Verfahren nach Sainte-Laguë/Schepers.
Dieses Verfahren wird ebenfalls bei Bundestags- und bei den Europawahlen angewendet.
Die übrigen Bundesländer beziehen sich bei der Sitzverteilung auf das Höchstzahlverfahren von d'Hondt.NRW-Wahlverfahren: So wählt Nordrhein-Westfalen
Am 14. Mai 2017 wählt die nordrhein-westfälische Bevölkerung einen neuen Landtag für die 16. Wahlperiode. Derzeit ist die SPD stärkste Fraktion und regiert seit den Landtagswahlen vom 13. Mai 2012 mit einer rot-grünen Regierung unter Ministerpräsidentin Hannelore Kraft. Die CDU erreichte ein historisch schlechtes Ergebnis, sodass sie nur zweitstärkste Kraft wurde. Die Ergebnisse: 39,1 SPD, 26,3 CDU, 11,3 Grüne, 8,6 FDP, 7,8 Piraten, 2,5 Linke, 1,5 Pro NRW und 2,9 Sonstige.
Der NRW-Landtag bestimmt sich aus mindestens 181 Abgeordneten und 128 Wahlkreisen, die direkt über die Erststimme gewählt werden. Maßgeblich für die Fraktionsgröße im Landtag ist die Zweitstimme. Der Ausgleich von Überhangmandaten ist im Gegensatz zu den Landtagen anderer Bundesländer im NRW-Wahlrecht nicht begrenzt.

erstellt aus Recherchen am  5 04.05.2017 09:59